Koch & Neumann
  • Blog
  • Kanzlei
  • Tätigkeitsschwerpunkte
  • Fälle
  • Veröffentlichungen
  • Veranstaltungen
  • Mitarbeiter
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü
Alexander Koch

VG Regensburg: Anforderungen an die Begründung einer Marktaufsichtsmaßnahme im Anschluss an eine mündliche Erörterung

Marktüberwachungsrecht

Nach dem Urteil des VG Regensburg vom 31. März 2011 – Az. RN 5 K 09.2518 muss eine schriftlich erlassene Marktaufsichtsmaßnahme ausnahmsweise keine Begründung aufweisen, wenn sie in unmittelbarem ZusammenAußerbetriebnahmendlichen Erörterung erfolgt.

Dieser Beitrag ist ursprünglich in dem von der Kanzlei Koch & Neumann betriebenen Portal "Marktueberwachung.EU" erschienen. Dieses Portal wurde 2020 endgütig eingestellt. Seit 2025 wird der Beitrag im Kanzleiblog dokumentiert. Alle Angaben in dem Beitrag entsprechen dem Zeitpunkt der damaligen Veröffentlichung, sind also gegebenenfalls inhaltlich überholt. Die im Original noch enthaltenen Links auf externe Quellen wurden angesichts des Zeitablaufs entfernt.

Nach § 39 Abs. 1 VwVfG sind schriftlich erlassene Verwaltungsakte mit einer Begründung zu versehen. Aus der Begründung müssen sich die wesentlichen tatsächlichen und rechtlichen Gründe ergeben, aus denen die Behörde die Maßnahme erlassen hat.

Das VG Regensburg hatte nun einen Fall zu beurteilen, in welchem die Markaufsichtsbehörde die Außerbetriebnahme einer Anlage angeordnet hatte. Zur „Begründung“ verwies die Anordnung lediglich auf die gesetzlichen Normen. Die Maßnahme genügte insoweit nicht den Anforderungen von § 39 Abs. 1 VwVfG (bzw. des gleichlautenden Art. 39 Abs. 1 BayVwVfG). Allerdings hatte in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang eine ausführliche Erörterung des Sachverhalts zwischen der Behörde und dem klagenden Unternehmen stattgefunden. Aus diesem Gespräch musste dem Unternehmen bekannt sein, weshalb die Behörde später die Außerbetriebnahme angeordnet hat. Jedenfalls hätten sich die Gründe hierfür erschließen müssen. In solchen Fällen, in denen dem Betroffenen die Gründe für das behördliche Handeln bekannt oder erkennbar sind, bedarf es nach § 39 Abs. 2 Nr. 2 VwVfG ausnahmsweise keiner Begründung. Die Nennung der relevanten Normen war insoweit in dem konkreten Fall ausreichend.

Der Fall illustriert anschaulich die Konstellation des § 39 Abs. 2 Nr. 2 VwVfG, in welcher ausnahmsweise von der Begründung eines schriftlichen Verwaltungsakts abgesehen werden kann. Allerdings zeigt der Fall auch die Probleme eines solchen Absehens von einer Begründung: Es ist dann nämlich in einem späteren Prozess für das Gericht nicht nachvollziehbar, aufgrund welcher Ermessenserwägungen die Behörde die Maßnahme erlassen hat. Hierdurch wird eine Prüfung, ob Ermessensfehler vorliegen, jedenfalls erschwert. Im konkreten Fall konnte das Gericht aber auf die Dokumentation der Besprechung in den Behördenakten zurückgreifen.

 

VG Regensburg, Urt. v. 31.3.2011 – Az. RN 5 K 09.2518

Post Views: 62
29. Juli 2013/von Alexander Koch
https://kochneumann.de/wp-content/uploads/2013/10/MueEU.png 1024 1536 Alexander Koch https://kochneumann.de/wp-content/uploads/2017/06/2017-05-24_logo_340x156.png Alexander Koch2013-07-29 20:49:072025-09-27 20:50:28VG Regensburg: Anforderungen an die Begründung einer Marktaufsichtsmaßnahme im Anschluss an eine mündliche Erörterung

Kategorien

  • Abgabenrecht
  • Allgemein
  • Ankündigungen
  • Berufsrecht
  • Bestattungsrecht
  • Datenschutzrecht
  • Eisenbahnkreuzungsrecht
  • Eisenbahnrecht
  • Elternbeitragsrecht
  • Energierecht
  • Feuerwehrrecht
  • IT-Recht
  • Kanzleiorganisation
  • Kommunalabgabenrecht
  • Kostenrecht
  • Lauterkeitsrecht
  • Lehre
  • Marktüberwachungsrecht
  • Netzwirtschaftsrecht
  • Newsletter
  • Ortsrecht
  • Postrecht
  • Prozessrecht
  • Sondernutzungsrecht
  • Strafrecht
  • Straßenreinigungsrecht
  • Telekommunikationsrecht
  • Verfassungsrecht
  • Wettbewerbsrecht

Schlagwörter

2. GPSGV AGB Alfter Bauprodukteverordnung 305/2011/EU Bergisch Gladbach BGB Bonn Brühl Bundesnetzagentur DNA ElektroG Elternbeiträge Entgeltregulierung Frechen Glasfaser GPSG harmonisierte Norm Hürth In-vitro-Diagnostika-Richtlinie 98/79/EG IT-Sicherheit Kindergärten Kitas Kommission Kommunalabgaben KRITIS Kundenschutz Köln Leverkusen Marktüberwachungspaket Maschinenrichtlinie 2006/42/EG Medizinprodukterichtlinie 93/42/EWG Mobilfunk MPG Netzausbau Niederspannungsrichtlinie 2006/95/EG ProdSG Produktsicherheitsrichtlinie 2001/95/EG R&TTE-Richtlinie 1999/5/EG Schutzklauselverfahren Siegburg Spielzeugrichtlinie 2009/48/EG TKG UWG Vertragslaufzeit Wesseling

Archiv

  • September 2026
  • August 2026
  • Juli 2026
  • Juni 2026
  • Mai 2026
  • April 2026
  • März 2026
  • Februar 2026
  • Januar 2026
  • November 2025
  • Oktober 2025
  • September 2025
  • August 2025
  • Juli 2025
  • Dezember 2023
  • August 2022
  • März 2020
  • November 2018
  • März 2018
  • Januar 2018
  • November 2015
  • Oktober 2015
  • September 2015
  • August 2015
  • Juli 2015
  • Mai 2015
  • April 2015
  • Februar 2015
  • Januar 2015
  • November 2014
  • Oktober 2014
  • August 2014
  • Juli 2014
  • Mai 2014
  • April 2014
  • März 2014
  • Februar 2014
  • Januar 2014
  • Dezember 2013
  • November 2013
  • Oktober 2013
  • September 2013
  • August 2013
  • Juli 2013
  • Januar 2013

Schlagwort-Wolke

2. GPSGV AGB Alfter Bauprodukteverordnung 305/2011/EU Bergisch Gladbach BGB Bonn Brühl Bundesnetzagentur DNA ElektroG Elternbeiträge Entgeltregulierung Frechen Glasfaser GPSG harmonisierte Norm Hürth In-vitro-Diagnostika-Richtlinie 98/79/EG IT-Sicherheit Kindergärten Kitas Kommission Kommunalabgaben KRITIS Kundenschutz Köln Leverkusen Marktüberwachungspaket Maschinenrichtlinie 2006/42/EG Medizinprodukterichtlinie 93/42/EWG Mobilfunk MPG Netzausbau Niederspannungsrichtlinie 2006/95/EG ProdSG Produktsicherheitsrichtlinie 2001/95/EG R&TTE-Richtlinie 1999/5/EG Schutzklauselverfahren Siegburg Spielzeugrichtlinie 2009/48/EG TKG UWG Vertragslaufzeit Wesseling

Aktuelle Informationen

31.7.2026: Rechtsanwalt Neumann bespricht in der heute erschienenen Ausgabe der K&R das Urteil des BGH vom 21. Mai 2026 (Az. III ZR 220/25) über die Reichweite der Verpflichtung zum Angebot von Telekommunikationsverträgen mit einer maximalen Mindestlaufzeit von zwölf Monaten (K&R 2026, 486).

2.7.2026: In LMK 2026, 810442 ist eine Entscheidungsanmerkung von Rechtsanwalt Neumann zum Urteil des BGH vom 8. Januar 2026 (Az. III ZR 8/25) über den Beginn der Vertragslaufzeit im Anwendungsbereich von § 56 Abs. 1 TKG erschienen.

18.6.2026: Das Handelsblatt führt Rechtsanwalt Prof. Dr. Koch in seiner aktuellen Aufstellung „Deutschlands Beste Anwälte 2026“ für den Bereich „Gewerblicher Rechtsschutz“ und „Öffentliches Wirtschaftsrecht“ sowie Rechtsanwalt Neumann für den Bereich „Telekommunikationsrecht“ auf.

Business Hours

Our support Hotline is available 24 Hours a day: (555) 343 456 7891

  • Monday-Friday: 9am to 5pm
  • Saturday: 10am to 2pm
  • Sunday: Closed

Impressum

Anbieterkennzeichnung, Dienstleistungsinformationen und Informationen zum Datenschutz

Neueste Beiträge

  • EuGH: kein einseitiges Kündigungsrecht für Telekommunikationsanbieter aus EU-Recht 14. September 2026
  • Newsletter #3 (Juli/August 2026) 17. August 2026
  • VG Köln: keine Anordnung der vorläufigen Zahlung höherer Stationsnutzungsentgelte für 2025 und 2026 15. August 2026
  • Aufsätze und Urteile mit KI richtig benennen 1. August 2026
  • Newsletter #2 (Juni/Juli 2026) 17. Juli 2026
© Copyright - Koch & Neumann - Enfold Theme by Kriesi
  • Link zu Xing
  • Link zu LinkedIn
  • Link zu Mail
Link to: Kommission: Produktsicherheits- und Marktüberwachungspaket Link to: Kommission: Produktsicherheits- und Marktüberwachungspaket Kommission: Produktsicherheits- und Marktüberwachungspaket Link to: Kommission: Vorschlag für eine Verordnung über die Sicherheit von Verbraucherprodukten Link to: Kommission: Vorschlag für eine Verordnung über die Sicherheit von Verbraucherprodukten Kommission: Vorschlag für eine Verordnung über die Sicherheit von Verbrau...
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen